Schwestern v. Hl. Geist. Mutterhaus Marienhof. Moselweißer Straße 122-128. 56073 Koblenz. Telefon 0261/4042-0.
BERICHTE
Hilfe für Tsunami-Opfer in Indien

Koblenz, 21.6.2005

Liebe Missionsfreunde!

Die Fernsehbilder von der Katastrophe in Südostasien waren für uns alle sehr schockierend. Die Solidarität, die Mitmenschlichkeit und die Bereitschaft der Menschen in Deutschland und aller Welt, den Flutopfern zu helfen, finde ich überwältigend und anerkennenswert!

Seit 18. Januar sind unsere Schwestern im "Tsunami-Relief-Camp" in Südindien im Einsatz. Ein Küstenstrich von cirka 10 km ist von den Tsunamiwellen stark betroffen. Er liegt zwischen Karunagappally und Azhikkal im Bezirk Quilon im Staat Kerala.

Unsere Provinzoberin Schwester Alphy hat die Menschen vor Ort besucht und konnte sich vom Ausmaß der Verwüstungen an der Südküste Indiens überzeugen.

Die Schwestern versuchen, den betroffenen Menschen nicht nur materiell, sondern auch menschlich unterstützend beizustehen. Viele Familien wurden durch die Flut auseinander gerissen, Eltern haben ihre Kinder und Kinder ihre Eltern verloren und stehen vor dem absoluten Nichts. So werden die Schwestern mit Leid, Trauer und Verzweiflung konfrontiert. Sie versuchen zu helfen, soweit es in ihren Kräften steht. Dabei sind Sie auf unsere Unterstützung angewiesen.

Zirka 3000 Häuser hat die Flut allein in diesem Küstenstrich weggerissen und viele sind sehr beschädigt. 85 Menschen sind in diesem Ort durch die mörderischen Wellen umgekommen, meist Kinder und Frauen. Nicht nur die Häuser der armen Fischer, auch die Schule wurde größtenteils zerstört. Deshalb müssen die Kinder bis zum Wiederaufbau im Freien unterrichtet werden. Die Menschen, die ihre Häuser, ihr Hab und Gut und ihre Angehörigen verloren haben, sind in Zelten untergebracht.



Für den Wiederaufbau wurde ein Projekt von 500.500 ind. Rupien angefragt. Es ist umgerechnet cirka 10.010 Euro. Es sind konkrete Hilfen für Einzelpersonen oder für eine kleine Gruppe. Wir haben eine Summe von 10.000 Euro für diese erste Maßnahme bereits überwiesen.

Dieser Tage erhielten wir aus dem Provinzhaus einen Anruf. Unsere erste Hilfsaktion ist sehr gut angekommen. Kleider, Haushaltgegenstände, Fahrräder, Nähmaschinen und Hilfen zur Existensgründung (Kleine Shops) konnten die Schwestern bereits weitergeben. Boote und Fischernetze sind ebenfalls gekauft, 10 Stück an der Zahl. Was uns besonders freut ist, dass alle Boote den Namen "Marienhof" bekommen haben. Wir werden von den bisher eingegangenen Spenden eine solche Aktion wiederholen.

Auch von einem anderen Dorf an der Südostküste im Bezirk Kanyakumari im Staat Madras, wurden wir um Hilfe angefragt. Dort haben wir eine ähnliche Direkthilfsaktion gestartet.


Im Gespräch mit den zuständigen kirchlichen und weltlichen Behörden wurde vorgeschlagen, ein Häuserbauprojekt in einem der Dörfer zu fördern und zu unterstützen. Unser Orden wird sich an diesem Projekt maßgeblich beteiligen. Die Kosten für ein festes Haus mit Fundament belaufen sich laut Angaben auf zirka 3.850 Euro. 20 Familien werden durch diese Aktion wieder ein festes Dach über den Kopf bekommen. Wir beginnen mit dem Hausbau, sobald die Regierung die Grundstücke dafür markiert und genehmigt hat. Die Häuser sollen aus Sicherheitsgründen etwa 500 Meter von der See entfernt gebaut werden.

Mit herzlichen Grüßen verbleibe ich

Ihre dankbare

Sr. M. Clementia
Missionsprokuratorin

 

Wenn Sie weiter unsere Aufbauprojekte unterstützen möchten, spenden Sie bitte auf unsere Missionskonto, Vermerk "Hilfe für Flutopfer", Schw. v. Hl. Geist, Koblenz, Konto Nr. 106344, BLZ 57050120, Sparkasse Koblenz.

Da unsere Ordensgemeinschaft vom Finanzamt Koblenz als gemeinnützig und mildtätig anerkannt ist, können Spenden steuerlich abgesetzt werden.
Wenn Sie eine Spendenquittung wünschen, benötigen wir Ihre vollständige Anschrift.
Eine Spendenbescheinigung über die Gesamtsumme stellen wir in der Regel am Ende des Jahres aus und schicken Ihnen diese mit unserer Weihnachtspost aus Indien zu.

 

Weitere Informationen über unsere Flutopfer-Hilfe
  • Dezember 2005: Bisher geleistete Hilfe   weiter...
  • Aufbauprogramm: Aufstellung von Selbsthilfeprojekten   weiter...
  • Schwester Stella berichtet in einer eMail über Ihre Eindrücke beim Besuch der betroffenen Region   weiter...
  • Schreiben des Sekretärs des Sozialteams der Diözese   weiter...



Tsunami-Relief-Camp
Tsunami-Relief-Camp
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Tsunami-Relief-Camp
Die Menschen leben momentan in provisorischen Zeltunterkünften.
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Tsunami-Relief-Camp
Viele Kinder wurden zu Waisen...
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Zur Existenzsicherung wurden von Spenden erste Fischerboote gekauft.
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Zur Verhinderung von Seuchen hat die Versorgung mit sauberem Wasser erste Priorität.
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Tsunami-Relief-Camp
Essensausgabe im Tsunami-Relief-Camp.
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