Schwestern v. Hl. Geist. Mutterhaus Marienhof. Moselweißer Straße 122-128. 56073 Koblenz. Telefon 0261/4042-0.
Berichte
Bericht der Provinzoberin aus Indien - 2006

Schwester Agnes berichtet in Ihrem Weihnachtsgruß vom Leben und Wirken der Gemeinschaft in Indien. Dies macht Sie deutlich an konkreten Einzelbeispielen. Außerdem berichtet Sie von verschiedenen Projekten und deren Entwicklung:
Hilfe für Frauen in Not
Hilfezentrum für Aidskranke
Zentrum für Straßenkinder
Sozial-Zentren
Schulen
Hilfe für Tsunami-Opfer
Gefangenenbetreuung

 

Liebe Missionsfreunde, nun möchte ich Ihnen über unser Leben und Wirken hier in Indien kurz berichten. Ich heiße Schw. Agnes und mir wurde beim letzten Provinzkapitel im Januar dieses Jahres die Verantwortung für unsere Provinz in Indien übertragen. Mit Gottes Gnade und Ihrer Unterstützung hoffe ich alles zu tun, um das gute Werk für die Armen weiter zu führen.

Persönlich kenne ich viele von Ihnen nicht, doch ich weiß und erfahre es immer wieder, dass wir von Ihrem Gebet und Ihrer finanziellen Hilfe getragen sind. Sie leben das Evangelium im wahren Sinne, weil Sie das Leid unserer Brüder und Schwestern mitfühlen und mittragen.

Zur Provinz gehören 28 Niederlassungen in 5 verschiedenen Bundesstaaten. In diesem Jahr wurden zwei neue Niederlassungen eröffnet: ein Haus des Gebetes in Kottagiri im Staat Tamil Nadu und ein Haus für die Frauen in Not in Airoli, Mumbai. Die Etagen-Wohnung "Apnaghar" in Pune wurde wieder eröffnet und bietet nun ein Heim für 8 berufstätige Frauen.

Was wir hier in Indien tun, ist vielleicht nur ein Tropfen im Ozean, doch "dem Ozean würde etwas fehlen, wenn es diese vielen kleinen Tropfen nicht gäbe" - so hat es Mutter Theresa ausgedrückt. Durch Ihren guten Willen und Ihr großzügiges Entgegenkommen konnten wir vielen armen und Not leidenden Menschen eine Chance im Leben geben.

Ich versuche, Ihnen das anhand von 2 konkreten Beispielen aus Ghot zu verdeutlichen.

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  Erstes Beispiel:

Eines Tages kam Frau N. aus einem abgelegenen Dorf zu unseren Schwestern in Ghot, wo wir ein Haus für Frauen und Kinder in Not unterhalten. Sie hatte ihre zwei Mädchen bei sich, drei Jahre und ein und ein halb Jahre alt. Ihr sechsjähriger Sohn wurde in einem Kinderheim für Buben untergebracht.

Frau N., ihr Mann und die drei Kinder lebten am Waldrand. Sie arbeiteten in der Landwirtschaft und ernährten so ihre Familie. Sie gehören zu den Ureinwohnern, den Adivasie (wörtlich übersetzt, "erste Siedler"). Im Wald lebt eine Untergrund-Organisation, die in Indien sehr bekannt und gefürchtet ist. Ihre Mitglieder wollen die Menschen befreien von Ungerechtigkeit und Armut, aber sie setzen dabei oft Gewalt ein. Die Polizei und diese Gruppe haben öfters blutige Auseinandersetzungen.

Auf den Verdacht hin, dass Herr N. die Polizei über diese Gruppe informiert hatte, wurde die Familie eines Tages überfallen. Einige bewaffnete Männer schleppten den Mann in den Wald. Die Frau rannte ihnen nach und bat darum, ihren Mann freizulassen. Darauf hin banden sie Frau N. an einen Baum fest und ermordeten vor ihren Augen ihren Mann, in dem sie ihn grausam zerstückelten. Danach ließen sie Frau N. gehen.

Frau N. ging zur Polizei, aber ohne Erfolg. Nach einigen Monaten kam sie mit ihren Kindern in unser Zentrum in Ghot und suchte Hilfe. Sie war zutiefst geschockt, sehr verstört und depressiv. Nur langsam erholte sie sich durch den Umgang mit den anderen Frauen und die ständige Betreuung und Beratung durch die Schwestern. Schwester Avila, eine unserer Rechtsanwältinnen, brachte ihren Fall vor Gericht und Frau N. erhielt eine größere Beihilfe-Summe vom Staat. Damit konnte sie das Leben mit ihren Kindern neu starten und in die Normalität zurückfinden.

Schlafraum im Frauenhaus von Ghot
Schlafraum im Frauenhaus von Ghot

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  Zweites Beispiel:

Neelabai aus einem von Ghot weiter entfernten Dorf ist eine alte, gelähmte und bettlägerige Frau. Ihre Schwiegertochter, die sie versorgt hatte, starb plötzlich. Ihr Ehemann, der dies nicht verkraften konnte, beging Selbstmord. Nun war die hilflose alte Frau allein mit ihren 2 Enkelkindern und wusste nicht, wie es weiter gehen sollte. Während eines Dorfbesuches kamen die Schwestern von Ghot und ihre Helferinnen in Kontakt mit Neelabai. Diese erzählte ihnen ihr Schicksal.

Die Schwestern haben sich darauf hin dafür eingesetzt, dass die beiden Kinder einen Platz in einem Kinderheim bekamen und die Schule besuchen konnten. Für die Frau bauten sie eine kleine feste Hütte, versorgten sie mit Medikamenten, Nahrungsmitteln und Kleidung. Inzwischen ist die Gesundheit der alten Frau soweit wiederhergestellt, dass sie allein aufstehen kann. Sie ist sehr dankbar für die Hilfe, die sie empfangen hat und noch empfängt.

Liebe Freunde! Das Haus für Frauen in Not in Ghot erhält nur geringe Zuwendungen von staatlicher Seite für die Verpflegung der Hilfesuchenden. Alle anderen Unkosten können wir, Dank Ihrer Hilfe, über Spenden finanzieren.

Allen Frauen, die in diesem Heim leben, wird die Möglichkeit gegeben, etwas zu lernen und weiterzukommen. Die meisten sind dazu recht motiviert und motivieren sich gegenseitig. Den jungen Frauen wird geholfen, dass sie einen Schulabschluss machen können. Damit haben sie dann bessere Chancen, ihr Leben selbständig wieder in den Griff zu bekommen. So haben in 2005/2006 fünf Frauen die Mittlere Reife und drei Frauen das Abitur erreicht, eine Frau studiert an der Hochschule, eine Frau erlernt die Krankenpflege. Es ist besonders zu erwähnen, dass die meisten der Frauen nie eine Schule besucht hatten oder den Schulbesuch vorzeitig abgebrochen hatten und erst bei uns Schreiben und Lesen lernten.

Frauenhaus in Ghot
Frauenhaus in Ghot

Einige unserer ehemaligen Bewohnerinnen haben durch unsere Hilfe studiert und konnten später gute Anstellungen finden, für die Schwestern und Mitarbeiter ein großes Erfolgserlebnis. Hier zeigt sich, dass sich Hilfe zur Selbsthilfe lohnt.

Nun zu anderen Hilfs-Projekten.

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  Ambulantes Hilfezentrum für Aidskranke in Pune

Wie Sie vielleicht schon wissen, ist unser Vorhaben, ein Haus für Aidskranke in der Nähe von Pune zu bauen, gescheitert, weil die Einwohner des Dorfes Aidskranke nicht in ihrer Nachbarschaft haben wollen, aus Angst vor einer Ansteckung. So mussten wir unseren Plan vorläufig ändern, um diesen Menschen helfen zu können.

Am 01.01.2006 haben wir mitten in einem Slum in Pune einen Raum gemietet und ein Büro eingerichtet. Von dort aus organisieren wir die Hilfe für HIV/AIDS-Patienten. Die Patienten werden in ihren Häusern ambulant betreut. Schwerkranke oder Sterbende werden je nach ihrem Zustand ins Krankenhaus oder in entsprechende Zentren gebracht. Die Ärzte des städtischen Krankenhauses unterstützen unsere Schwestern und helfen mit Medikamenten, sie organisieren Tagungen und Aufklärungsveranstaltungen u.a. Zu dem Mitarbeiterteam gehören Ordenschwestern, eine ausgebildete Sozialarbeiterin und 3 Helferinnen. Alle drei Helferinnen sind selber HIV-infiziert und möchten denen, die das gleiche Schicksal haben, helfen und ihnen beistehen.

Krankenbesuch bei einem Aidskranken
Krankenbesuch bei einem Aidskranken

Durch das ambulante Zentrum werden 10 umliegende Slums betreut. Die Mitarbeiterinnen kümmern sich um 117 Familien. In jeder Familie gibt es 3-4 Betroffene. 55 Familien werden mit Lebensmitteln versorgt. Wenn ein Patient oder Patientin 5 kg zugenommen haben, wird die Lebensmittelhilfe unterbrochen. Dann sollen sie ihren Kräften entsprechend etwas arbeiten, um ihr Brot zu verdienen. Wenn sich ihre Gesundheit verschlechtert, bekommen sie erneut Hilfe. So ist es ein ständiges Auf und Ab. Viele AIDS Patienten sind auch an Tuberkulose erkrankt. Inzwischen sind unter denen, die wir in diesem Zentrum betreuen, bereits 33 Patienten, die Tuberkulose-krank sind.

Aufklärungsunterricht über AIDS bei Frauengruppen
Aufklärungsunterricht über AIDS bei Frauengruppen

Es gibt, Gott sei Dank, auch hier vor Ort Menschen, die für unsere Aidskranken Verständnis haben und unsere Arbeit finanziell unterstützen. Die meisten Unkosten werden jedoch durch Ihre Spenden getragen. So konnten auch viele Kinder aus betroffenen Familien in Kinderheimen untergebracht werden und schulisch gefördert werden.

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  Zentrum für Straßenkinder in Kerala

In unserem Zentrum für Straßenkinder in Kerala werden derzeit 27 Jungens betreut. Die meisten von ihnen kann man als schwererziehbar bezeichnen. 3 Kinder sind so stark verhaltensgestört, dass sie von Psychologen betreut werden müssen. Sie sind in ihrem Verhalten so unsozial, dass sie in keiner normalen Schule integriert werden können. Außer diesen sind alle anderen sozial soweit angepasst, dass sie die normale Schule besuchen können. Es ist für die Schwestern sehr mühsam, diese Kinder soweit zu fördern, dass sie sich in die Gesellschaft integrieren. Um das besser erreichen zu können, werden auch ihre Familien intensiv mit einbezogen.

Gelände des Zentrums für Straßenkinder (Snehadeepam) in Kerala
Gelände des Zentrums für Straßenkinder (Snehadeepam) in Kerala

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  Sozial-Zentren

Mit der finanziellen Unterstützung von Lilian Foundation (eine holländische Hilfsorganisation) ermöglicht das Sozial-Zentrum in Balgipeta 22 körperbehinderten Kindern, das Zentrum in Dilasagram 18 körperbehinderten Kindern eine kostenlose schulische Ausbildung.

Alle unsere Zentren haben mehr als 110 Frauengruppen eingerichtet, sowie einige Jugend- und Kindergruppen.

Hier ist das Zentrum Vardaan in Purna besonders zu erwähnen. Die "State Bank of India" schätzt die Arbeit der Schwestern für die Armen sehr und es besteht eine ganz gute Zusammenarbeit mit den Schwestern. Die Frauengruppen haben bei der Bank ihre Sparkonten und diese leiht den Frauen Geld zu einem normalen Zinssatz. Das ermöglicht vielen Frauen, einen kleinen, Einnahmen bringenden Shop zu betreiben wie z.B. Gemüse- und Getränkeshops, oder Süßigkeiten und Knabbergebäck zum Verkauf herzustellen.

In diesem Jahr hat die Bank 82 Kindern die Schuluniform gestellt. Im September hat sie in Vardaan eine kostenlose medizinische Vorsorgeuntersuchung auf die Krankheit Chikkungunya finanziert. Dies ist eine tödliche Virus-Infektion mit hohem Fieber und schmerzhaften Gelenkschwellungen. Über 1000 Patienten wurden untersucht und Medikamente verteilt.

In Kasipatanam in Andra Pradesh wurde ein auf fünf Jahre angelegtes Projekt begonnen, das Kinder zum Schulbesuch befähigen soll, auch solche, die schon eine Schulausbildung abgebrochen haben. Die Dörfer um Kasipatanam liegen meist in den Bergen, wo es keine oder nur äußerst schlechte Verkehrsverbindungen gibt. Weite Wege sind zu Fuß zu bewältigen, um manche Dörfer zu erreichen. Die Schwestern mit ihren Mitarbeiterinnen besuchen regelmäßig diese Dörfer, versammeln die Eltern und ihre Kinder und versuchen, diese zum Lernen zu motivieren. Im Januar 2007 sollen erstmals etwa 100 Kinder in unser Zentrum kommen und dort 6 Monate vorbereitet werden, so dass sie im Juni eingeschult werden können.

Um der hohen Sterblichkeitsrate von Müttern und Kindern entgegen zu wirken, wurde in diesem Zentrum im Oktober auch ein neues Hilfs-Programm gestartet für schwangere Frauen und Kinder unter 5 Jahren. Wir arbeiten dabei mit einer nicht-staatlichen Organisation zusammen. Das Projekt-Team unterrichtet die Land Hebammen und leitet sie zu hygienischem Vorgehen bei den Hausentbindungen an. Bei den Besuchen in den Dörfern versuchen die Mitarbeiterinnen Risikoschwangerschaften zu erkennen, damit die Frauen zur Geburt frühzeitig in unser Zentrum oder in ein Krankenhaus gebracht werden können.

Unser Konvent in Sundru, umgeben von vielen Dörfern, musste sich etwas einfallen lassen, da viele junge Mädchen auf der Suche nach einer Arbeit, um ihre Familien zu unterstützen, in die Prostitution geraten. So haben wir dort eine Nähschule und Stickerei eröffnet. Zurzeit besuchen 16 Mädchen diese Schule. Auch helfen die Schwestern den Mädchen eine Arbeitsstelle zu bekommen.

Die ambulante Krankenstation in Sundru ist ein Segen für die Menschen, denn in diesem Urwaldgebiet gibt es keine medizinische Versorgung. Erst versuchen die Menschen sich mit Kräutermedizin zu helfen, und nur wenn sie damit nicht weiter kommen, kommen sie zu uns. Da wir keinen Arzt in unserem Zentrum haben, muss die Krankenschwester über die angebrachte Behandlung entscheiden und allein die Verantwortung tragen.
Oft kommen Patienten mit Zerebralmalaria oder ähnlichen lebensbedrohlichen Krankheiten. Zahlreiche Entbindungen werden durchgeführt, auch Risikogeburten sind nicht selten. Wir vertrauen darauf, dass Gott die Arbeit unserer Krankenschwester begleitet. Bitte helfen Sie mit durch Ihr fürbittendes Gebet.

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  Schulen

In den Schulen in Dilasagram und Bedshi legten 108 Kinder der zehnten Klasse die staatliche Prüfung ab mit 100prozentigem Erfolg.

Morgen-Appell Mit Singen der Nationalhymne und Frühgymnastik
Morgen-Appell Mit Singen der Nationalhymne und Frühgymnastik

Schülerinnen der Schule in Dilasagram
Schülerinnen der Schule in Dilasagram

In Pune, S.Kota und Bobbili haben wir je einen Kindergarten eröffnet, diese sollen in den nächsten Jahren stufenweise in eine Schule weitergeführt werden.

Kindergartenkinder

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  Hochwasserhilfe bzw. Hilfe für Tsunami-Opfer

Die Gegenden um Dilasagram, Vardaan und Balgipeta wurden in diesem Jahr sehr vom Hochwasser betroffen. Viele Leute haben ihre Häuser, Hab und Gut, fast alles verloren. Zusammen mit der Caritas India und anderen Ordensgemeinschaften haben wir den betroffenen Menschen geholfen. Es wurden Kleidung, Medikamente, Lebensmittel, Haushaltsutensilien, Schulbücher und Baumaterial wie Bambuszweige und Dachziegel verteilt.

Diese Boote wurden mit Spendenmitteln aus Deutschland gebaut.
Diese Boote wurden mit Spendenmitteln aus Deutschland gebaut, um Fischern wieder eine Existenzgrundlage zu geben.

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  Gefangenenbetreuung

Gefängnis-Seelsorge ist eine der wichtigsten Aufgaben in einigen unserer Konvente. Eine unserer Schwestern in Kerala ist voll für diese Aufgabe abgestellt.
Sie arbeitet in einer Einrichtung zur Rehabilitation von Straftätern. Nach vielen Jahren im Gefängnis wissen diese nicht, wo sie nach ihrer Entlassung hin sollen. Oft sind die Angehörigen nicht bereit, den Betreffenden wieder zu Hause aufzunehmen.

Unsere Schwester und eine Mitarbeiterin besuchen die Gefangenen, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Auch besuchen sie deren Familien, um sie darauf vorzubereiten, ihren entlassenen Angehörigen wieder in die Familie aufzunehmen. Die Strafentlassenen können vorübergehend in der Einrichtung wohnen, um sich auf ein neues Leben in der Gesellschaft vorzubereiten. Wenn niemand bereit ist, sie aufzunehmen, können sie ganz in diesem Haus bleiben.

Liebe Missionsfreunde! Ich habe mich bemüht, Ihnen mit diesem Bericht einen Überblick über unser Wirken zu geben. Aus dem Bericht ersehen Sie, wie Sie zu Zeichen der Hoffnung für die vielen Notleidenden im fernen Indien geworden sind.

Fast alle unsere sozialen Aufgaben werden durch Ihre großzügige Spende finanziert. Wir setzen Ihre Spenden verantwortungsbewusst und zweckentsprechend ein. Ich danke Ihnen nochmals auch im Namen meiner Mitschwestern und der Menschen, denen Ihre Hilfe zugute kommt.

Mit meinen Schwestern und Brüdern möchte ich die Worte der Seligpreisungen Jesu wiedergeben:
"Ich war hungrig, und ihr habt mir zu essen gegeben; Ich war durstig, und ihr habt mir zu trinken gegeben; Ich war fremd und obdachlos, und ihr habt mich aufgenommen; Ich war nackt, und ihr habt mir Kleidung gegeben; Ich war krank, und ihr habt mich besucht." (Mt 25,35-36)

Ihnen allen sage ich nochmals herzlichen Dank und ein Vergelt’s Gott! Möge das Christkind in der Krippe all Ihre Herzenswünsche erfüllen und Sie mit seinem Segen durch das kommende Jahr begleiten.

In weihnachtlicher Freude grüßt Sie alle,

Ihre Schwester Agnes, Provinzoberin

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Das Volk, das im Dunkel lebt, sieht ein helles Licht,
über denen, die im Land der Finsternis wohnen, strahlt ein Licht auf.
Jesaja 9, 1-2

Frau N. findet mit ihren Kindern Zuflucht in unserem Zentrum in Ghot. Ihr Mann wurde von Rebellen umgebracht.