Schwestern v. Hl. Geist. Mutterhaus Marienhof. Moselweißer Straße 122-128. 56073 Koblenz. Telefon 0261/4042-0.
Berichte
150 Jahre Schwestern vom heiligen Geist in Koblenz

04.06.2007: Pontifikalamt unter dem Vorsitz des Trierer Bischofs Dr. Reinhard Marx und Festakt mit Repräsentanten aus Kirche, Staat und Gesellschaft in Koblenz.

 

Mit einem Pontifikalamt unter dem Vorsitz des Trierer Bischofs Dr. Reinhard Marx und einem Festakt mit Repräsentanten aus Kirche, Staat und Gesellschaft hat die Ordensgemeinschaft der Schwestern vom Heiligen Geist am Montag, 4. Juni in Koblenz ihr Gründungsjubiläum gefeiert.

Pontifikalamt unter dem Vorsitz des Trierer Bischofs Dr. Reinhard Marx
Pontifikalamt unter dem Vorsitz des Trierer Bischofs Dr. Reinhard Marx

Genau vor 150 Jahren, am 4. Juni 1857, hatte die Koblenzerin Anna Maria Hoelscher zusammen mit drei weiteren jungen Frauen die klösterliche Gemeinschaft gegründet, die sie als Oberin und Mutter Irmina bis zu ihrem frühen Tod leitete. Heute zählt die Kongregation mit Niederlassungen in Deutschland und Indien 239 Ordensfrauen. In Koblenz sind die Schwestern zusammen mit dem Verein Barmherzige Brüder Trier e.V. Träger des Katholischen Klinikums Koblenz, das aus dem Brüderhaus und dem Marienhof besteht.

Bischof Marx rief in dem feierlichen Gottesdienst in der Kirche des Mutterhauses das "pulsierende katholische Leben" in Erinnerung, das Koblenz im 19. Jahrhundert geprägt habe. Zugleich mit seinem Dank für das Wirken der Ordensgemeinschaft wies er auf die zahlreichen geistlichen Aufbrüche in jener Zeit im caritativen Bereich hin, die für ganz Deutschland und weit darüber hinaus von großer und nachhaltiger Bedeutung geworden seien. Eine wichtige Voraussetzung für solche Aufbrüche in der Geschichte ist nach Aussage des Bischofs, dass Menschen sich bereit erklären, ihr Leben ganz Gott zu weihen. Hinzu komme das Vertrauen in die Worte Jesu und die Treue zu dem einmal gefassten Entschluss. Diese beispielhafte Haltung habe bei Mutter Irmina dazu geführt, dass ihre Ordensgründung bis heute nachhaltige Wirkung gezeigt habe. "Wir dürfen nicht beim kritischen Nachfragen stehen bleiben, sondern müssen den Durchbruch zu jenem christlichen Grundvertrauen immer wieder neu finden", betonte Bischof Marx in seiner Predigt. So sei die Treue eine der Voraussetzungen, damit geistliche Aufbrüche nicht nur religiöse Events blieben, sondern bleibende Wirkungen entfalten könnten.

Schwester M. Sapientia de Hasque

Die Generaloberin der Gemeinschaft, Schwester M. Sapientia de Hasque, erinnerte in ihrer Begrüßung daran, dass die Gründerin und ihre Mitschwestern vor 150 Jahren ihr Wirken unter die besondere Leitung des Heiligen Geistes gestellt haben und seit dieser Zeit geistesgeschichtlich und kulturell zur Stadt Koblenz dazu gehören. Seit 150 Jahren seien die Schwestern im Einsatz für Alte, Kranke, Behinderte, für im Leben zu kurz gekommene und benachteiligte Menschen.

In ihrer Ansprache beim anschließenden Festakt unterstrich sie die Bedeutung dieses Einsatzes mit den Worten: "Schwestern vom Heiligen Geist sind heute wichtiger denn je. Die Menschen brauchen das Vorbild der Treue, der Beständigkeit und des Durchhaltens in schwierigen Situationen, sie brauchen das Beispiel eines Lebens aus dem Glauben und unser fürbittendes und stellvertretendes Gebet".

Bruder Pankratius Herzog

Der Vorstandsvorsitzende des Barmherzige Brüder Trier e. V., Bruder Pankratius Herzog, unterstrich in seiner Gratulation die Verbundenheit beider Ordensgemeinschaften nicht nur in der der guten Zusammenarbeit im Katholischen Klinikum Koblenz, sondern insbesondere in der Fortsetzung des Auftrages der Ordensgründer: "Diesen Weg weiter fortzusetzen und als Gesellschafter im Verbund der BBT Gruppe zu gestalten, das ist unsere Aufgabe, der wir uns sehr bewusst sind und auch froh entgegensehen. Beide Ordensgemeinschaften haben in die Zukunft investiert, haben das ihnen eigene Proprium eingebracht, geben als Ordensgemeinschaften Geist und Wirken des Klinikums an. Und so erfüllen wir heute den Auftrag unserer Gründer, setzen in ihrem Geist unser Wirken fort, gestalten und sichern unsere Werke, um auch in Zukunft mit und für Menschen da zu sein und so auch ein Zeichen von gelebter Nächstenliebe und Barmherzigkeit zu setzen."

Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann

Der Koblenzer Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann gratulierte der Ordensgemeinschaft zur 150-Jahrfeier und dankte ihr für ihre segensreiche Arbeit, "ein Wirken", das, wie er sagte, "aus dem christlichen Geist der Nächstenliebe heraus auch heute das Antlitz von Koblenz als menschliche und soziale Stadt entscheidend mitprägt". Die durch die Initiative der Ordensgründerin gesetzten sozialen und caritativen Zeichen seien bis heute erhalten und aus Koblenz nicht mehr wegzudenken.

Ministerialrat Loathar Fleck

Die Bedeutung der sozial-caritativen Arbeit der Schwestern unterstrich auch der Leitende Ministerialrat im rheinland-pfälzischen Sozialministerium, Lothar Fleck, unter Hinweis auf die vielen Hilfsbedürftigen im Land: Ordensleute werden heute wie damals benötigt; heute vielleicht noch notwendiger als vor 150 Jahren."


Dr. Rolf Dillschneider

Der Vorsitzende des Verwaltungsrates der Caritas Trägerschaft Saarbrücken, Dr. Rolf Dillschneider, bedankte sich für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Er betonte, dass das Dasein einer Ordenschwester in einer Einrichtung ein besonderes Geschenk sei. "Es war und ist - Gott sei es gedankt - immer etwas Besonderes, ja eine Auszeichnung, für eine Pfarrgemeinde, für ein Haus, wenn hier Ordensschwestern tätig und präsent waren und sind." "Ihre Zuwendung zum Menschen ist Ausdruck höchster Menschlichkeit, tiefster Herzensbildung", beschreibt er die Arbeit der Schwestern vom Heiligen Geist.

(Pressedienst des Bistums Trier / BBT e. V.)

Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann, Oberin M. Sapientia de Hasque, Bischof Dr. Reinhard Marx, Sr. Hildegard
Oberbürgermeister Dr. Eberhard Schulte-Wissermann, Oberin M. Sapientia de Hasque, Bischof Dr. Reinhard Marx, Sr. Hildegard





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