Schwestern v. Hl. Geist. Mutterhaus Marienhof. Moselweißer Straße 122-128. 56073 Koblenz. Telefon 0261/4042-0.
Berichte
Wir haben gesät und geerntet

Ernte-Gedanken zum 150jährigen Gründungsjubiläum der Schwestern vom Heiligen Geist

Ein Rückblick auf das Jubiläumsjahr und die Ordensgeschichte am Erntedankfest 2007

 

Wir Schwestern vom Hl. Geist haben in diesem Jahr besonderen Grund zum Danken für die Ernte von 150 Jahren und für die Ernte in dem sich zu Ende neigenden Jubiläumsjahr unserer Ordensgemeinschaft.
Zwischen den Gaben der Natur haben wir in diesem Jahr auf unserem Erntedankaltar auch Teile aufgebaut, die wir nicht direkt mit einer Ernte im engsten Sinne verbinden.
Anhand unseres Jubiläumslogos möchten wir die einzelnen Festmomente an uns vorbeiziehen lassen.

In der Mitte sehen wir ein aufgebrochenes Samenkorn.
Wenn ich ernten will, muss ich vorher säen oder pflanzen. So war es auch mit unserer Gemeinschaft. Gott hat gesät, nämlich Mutter Irmina Hoelscher.
Sie, die unsere Gemeinschaft 1857 gegründet hat, war das Samenkorn im wahrsten Sinne des Wortes. So dürfen wir in diesem Jahr danken für 150 Jahre, in denen unsere Gemeinschaft gewachsen ist, in denen unsere Schwestern aber auch selber weiter gesät und geerntet haben.

Wenn wir heute im Jahre 2007 Erntedank feiern, dann danken wir auch besonders für das, was im Laufe unseres Jubiläumsjahres gewachsen ist und geerntet werden konnte.

Wir erinnerten noch einmal an das Samenkorn, als wir nach einem feierlichen Gottesdienst in der Liebfrauenkirche eine Büste unserer Gründerin in einer Prozession unter reger Beteiligung der "Altstädter" Bevölkerung zu unserem Gründungshaus in die Mehlgasse gebracht und in einer Nische der Hausfassade aufgestellt haben. Der derzeitige Besitzer des Hauses, Herr Michael Grewe, hat uns die Bronzebüste gestiftet.
Fast am Ende unseres Jubiläumsjahres wurde eine historische Gedenktafel am Hause Nummer 9 in der Florinspfaffengasse angebracht, auf der darauf hingewiesen wird, dass dieses Haus von 1860 - 1865 der Gemeinschaft als erstes Mutterhaus der Schwestern vom Heiligen Geist gedient hat. Die Gedenktafel wurde dankenswerterweise von Familie Hörter gesponsert.

Hoch empor ragt das Kreuz unseres Logos über unserem diesjährigen Erntedankaltar. An dieses Kreuz heften wir all das, was uns in unserem Jubiläumsjahr näher mit Gott und näher mit seiner Kirche und den Menschen verbunden hat.
Wir Schwestern bereiteten uns auf das große Jubiläum mit einem gemeinsamen Gebet und mit einer 9-tägigen Novenenvesper vor.

Die Nacht der offenen Kirchen am 23. März, diesmal gefeiert in der Mutterhauskirche, war eines der Highlights. Dazu hatte die Gruppe Spirits mit ihrer Lichtshow, mit Musik und Texten beigetragen.

Der eigentliche Festtag war Montag, der 4. Juni 2007, der mit dem Pontifikalamt mit Bischof Dr. Reinhard Marx begann. In dieser Eucharistiefeier wurde auch die Missa Sancto Spiritu, komponiert von unserem Organisten Matthias Ungeheuer, uraufgeführt. Ebenso ist zu diesem Festtag eigens die Hymne der Schwestern vom Hl. Geist entstanden.

Einige Tage später fand das Fronleichnamsfest statt, zu dem alle 3 Pfarrgemeinden unserer Seelsorge-Einheit eingeladen waren. Das Festzelt war zur feierlichen Messe mit über 700 Teilnehmern gefüllt und Pastor Marmann war ganz glücklich darüber. Der Schlusssegen wurde in der Mutterhauskirche erteilt.

Geistlich auf unser Jubiläum wurde aber nicht nur im Marienhof eingestimmt. Auch in unseren Niederlassungen wurde das Jubiläum mit einer Dankmesse gefeiert.
An diese Stelle gehört auch unsere Sternwallfahrt nach Maria Rosenberg, zu der die Schwestern aus dem Raum Koblenz und dem Raum Saarbrücken aufgebrochen waren, um der Mutter Gottes ihren Dank und ihre Bitten zu bringen.

Als nächstes schauen wir die Erdkugel auf unserem Logo an. Sie steht für alles, was wir außerhalb der Gottesdienste gefeiert haben.

Nicht nur die Schwestern, sondern auch die Mitarbeiter des Katholischen Klinikums Koblenz wurden auf das große Ereignis vorbereitet. Bei 2 innerbetrieblichen Fortbildungsveranstaltungen hatten die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich mit der Geschichte unserer Gemeinschaft vertraut zu machen.

Dann ist als erstes großes Ereignis der Tag der offenen Tür am 02. Juni zu nennen. Über 4000 Besucher besuchten im laufe des Tages das Krankenhaus, das Mutterhaus und den Klostermarkt und die weiteren Angebote im Freien.

Zur Erdkugel gehören auch das feierliche Pontifikalamt mit unserem Bischof Dr. Reinhard Marx und vielen Konzelebranten in der Mutterhauskirche, der Festakt am Jubiläumstag mit Repräsentanten aus Kirche, Staat und Gesellschaft und der Abschluss am Fronleichnamsfest im Festzelt. Rechtzeitig wurden die Festschrift, der Festwein und die Medaillen fertig und erfreuten sich allgemeiner Beliebtheit.

Ganz "weltlich" ging es zu am Mitarbeiterfest am 8. Juni. Die Küche des Kath. Klinikums bot ein großartiges Buffet an. Die Schwestern und langjährige Mitar-beiter wurden geehrt und die Bobbin Baboons brachten alle durch ihre "heißen Klänge" ins Schwitzen.

Vorläufiger Abschluss der Jubiläums-Aktivitäten waren der Ausflug des Schwestern- und des Mitarbeiterchores nach Trier und der Dankabend an das Vorbereitungsteam mit einer Nachtführung durch die Koblenzer Altstadt.

Auch in unseren Filialen hat man sich nach einer Dankmesse zum Gespräch und einem Imbiss und Umtrunk zusammengefunden.

Wenn wir jetzt das Wasser unseres Logos betrachten, dann fügen wir dort alles hinzu, was über unsere engen Grenzen hinausging. Da ist zuerst einmal das Fest in unserem Provinzhaus in Pune/Indien zu nennen. Unsere indischen Mitschwestern feierten dort schon am 2. Januar mit Bischof de Souza und vielen geladenen Gästen. Auch drei deutsche Schwestern durften dabei sein. Es war wirklich ein großartiges Erlebnis!

An dieser Stelle ist auch das Missionstreffen nennen, das am 6. Mai mit über 200 Gästen hier im Mutterhaus stattfand und wieder einmal zeigte, wie sehr sich die Menschen für unsere Arbeit in der Indienmission interessieren und engagieren.

Über die Grenzen hinweg, zwar nicht bis Indien, waren unsere Aufnahmen von Hl. Messe, Vesper und Rosenkranz in Radio Horeb zu hören, das anlässlich unseres Jubiläums vom 14.- 16. September aus dem Mutterhaus sendete.

Ein Teil des Logos fehlt jetzt noch, nämlich das wichtigste - der Heilige Geist. Ihn möchten wir jetzt am Schluss über alles kommen lassen. Wir danken dem Heiligen Geist, dass er unsere Gemeinschaft 150 Jahre lang geführt hat. Er war bei uns über Höhen und durch Tiefen und wirvertrauen fest darauf, dass er auch weiterhin unsere Gemeinschaft führt und leitet.

Danken möchten wir an dieser Stelle aber auch noch einmal allen Mitarbeitern des Kath. Klinikums und allen Gästen, die mit uns gefeiert haben. Ohne Sie alle hätte das Fest nicht stattfinden können!
Auch der Herrgott hat es gut mit uns gemeint - wir hatten immer schönes Wetter!

Die Feststationen in Bildern...





Logo anlässlich des Ordensjubiläums
Logo zum Ordensjubiläum - gestaltet von Beate Heinen
Betrachtung zum Logo...

 

 

Pontifikalamt
Pontifikalamt mit Bischof Marx
zu weiteren Bildern...

 

Vorbereitungsgebet auf das
150 jährige Jubiläum
unserer Gemeinschaft

Du Heiliger Geist - Geist Gottes.
Du Beistand auf dem Weg durch die Zeit.

In dir vernehmen wir die Stimme Gottes.
Du gibst uns Visionen und schenkst Zuversicht.
Du bist für Wunder gut -
wenn unsere Weisheit am Ende ist.

Du begeisterst Menschen und befähigst sie
zu Tröstern in der Not,
zu Stimmen in der Wüste,
zu Sehern und Propheten,
zu Zeugen für dein Reich.

Komm auf uns herab,
du Schöpfer-Geist, du Lebensatem,
ruhe auf uns, dass wir

be-geistert über Zeiten und Grenzen
den Armen eine frohe Botschaft bringen
und alle heilen, deren Herz zerbrochen ist;
dass wir den Gefangenen des Zeitgeistes
die Entlassung verkünden,
und den in Angst und Enge Gefesselten
die Befreiung.

Du Schöpfer-Geist,
der du diese Welt aus dem Nichts erschufst,
der du die Erde erneuerst und verwandelst,
erneuere und verwandle auch uns.
Amen.

 

Pontifikalamt
Mitarbeiterfest Bobbin Baboons
zu weiteren Bildern...
Pontifikalamt
Prozession mit Büste in die Florinspfaffengasse
zu weiteren Bildern...