Schwester Agnes berichtet in Ihrem Weihnachtsgruß vom Leben und Wirken der Gemeinschaft in Indien. Dies macht Sie deutlich an konkreten Einzelbeispielen. Außerdem berichtet Sie und Ihre Mitschwestern von verschiedenen Projekten und deren Entwicklung:
Tansania in Afrika
Nun berichten wir über unseren Einsatz in der neuen Missionsstation in Tansania in der
Region Morogoro im Dorf Ujamaa- Msolwa. Drei unserer Schwestern sind dort eingesetzt.
Die einheimischen Leute schenken ihnen Vertrauen und sind sehr gastfreundlich. Da gibt
es 125 anerkannte Stämme mit jeweils eigenen Sitten, Kulturen und Gebräuchen. Ein
großer Teil der Leute dort gehören zum Islam oder sie sind Christen. Sie leben
miteinander in Frieden.
Unsere Schwestern wohnen noch in einem Miethaus. Dank der Hilfe unserer deutschen
Freunde und Wohltäter ist es uns möglich geworden ein Haus zu bauen, in dem 100 arme
Kinder und auch die Schwestern wohnen können. Große Unterstützung für dieses Projekt
erhielten wir von unserem Katholischen Klinikum in Koblenz. Dafür sind wir sehr dankbar.
In dem Gebiet gibt es keine Ärzte und Gesundheitszentren, aber es gibt kleine Shops
("Tante Emmaläden"), in denen die Leute Medikamente kaufen können. So entscheiden
die Geschäftsleute, welche Medikamente die Patienten einnehmen sollen. Ärzte sind
Mangelware!
Die Bewohner in Msolwa und Umgebung sind meistens Analphabeten. Jedes Dorf hat eine
staatliche Schule in der Landessprache. Der Staat besitzt viel Land um die Schule herum.
Die Schüler gehen mit Besen und Spaten zur Schule und anstelle von Unterricht arbeiten
sie draußen und säubern das Gelände.
Acht Kilometer vom Flughafen Dar Es Salaam entfernt konnten wir ein kleines Grundstück
mit einem neu erbauten Gebäude, dank Ihrer Spenden, käuflich erwerben. Es ist gut eine
zweite Missionsstation zu haben, damit die Schwestern sich gegenseitig helfen können.
Die afrikanische Mission fasst allmählich Wurzeln und wir beten und hoffen, dass das
kleine Samenkorn weiter wächst. Übrigens: Freuen Sie sich mit uns, denn eine erste
afrikanische Kandidatin hat sich bereits zu uns gesellt. Wie Sie sehen, gibt es dort viel zu
tun. "Die Ernte ist groß, aber der Arbeiter sind wenige".
Berichte über unsere Arbeit im Jahr 2009: