Schwestern v. Hl. Geist. Mutterhaus Marienhof. Moselweißer Straße 122-128. 56073 Koblenz. Telefon 0261/4042-0.
Berichte
Bericht der Provinzoberin aus Indien - 2009

Schwester Agnes berichtet in Ihrem Weihnachtsgruß vom Leben und Wirken der Gemeinschaft in Indien. Dies macht Sie deutlich an konkreten Einzelbeispielen. Außerdem berichtet Sie und Ihre Mitschwestern von verschiedenen Projekten und deren Entwicklung:

  Die Schwestern aus Chattisgarh berichten über die Missionsstationen

Sundru und Kunkuri

Seit Juni 2000 sind unsere Schwestern im Bundesstaat Chattisgarh tätig, in dem sehr viele Adivasi, die Ureinwohner Indiens, leben. In den drei Missionsstationen Sundru, Kunkuri und Kharsia arbeiten die Schwestern in Schulen, im sozialen und pastoralen Bereich sowie in der ambulanten Krankenpflege. Die Menschen in den drei Missionszentren sind sehr arm, oft fehlt es am Lebensnotwendigen.

Die Station Sundru zum Beispiel hat keine öffentliche Elektrizitätsversorgung und keine Telefonverbindung, keine festen Straßen und liegt so abgelegen, dass in der Regenzeit kein Durchkommen ist.

Einmal am Tag quält sich ein Bus über die holprige Piste. Wilde Elefanten kommen öfters ins Dorf und stehen vor den Haustüren.

Das nächste Krankenhaus ist 40 Kilometer weit entfernt. Die Leute bringen Ihre Kranken auf den Schultern oder auf selbstgefertigten Tragen herbei. Zu behandeln sind meist Schlangenbisse, fieberhafte Erkrankungen, Verbrennungen, Verletzungen und rheumatische Beschwerden. Auch viele Frauen kommen zur Entbindung.

Die Menschen sehen es als Segen an, dass unsere Schwestern dort mit ihnen leben und ihnen zur Seite stehen. So konnten seit Bestehen der Dispensary Tausende von Kranken behandelt werden.

Darüber hinaus haben die Schwestern beim Aufbau eines Pfarrzentrums geholfen und beim Bau einer Hindi – Medium – Schule, an der sie auch unterrichten. Durch diese Schule erhalten nun auch viele Adivasi-Kinder die Chance auf Bildung und damit auf eine Verbesserung der Lebensverhältnisse.

Die Schule führt bis zur 8. Klasse. Sie braucht dringend weitere finanzielle Unterstützung, damit sie bis zur 10. Klasse erweitert werden kann und die Kinder anschließend ein Studium oder eine Ausbildung beginnen können.

Ebenso wollen wir auch das im Aufbau befindliche Internat (Boarding) für Adivasi- Mädchen in Kunkuri unterstützen. Die Kinder kommen meist von weit entlegenen Dörfern zur Schule in Kunkuri und sind darauf angewiesen während der Schulzeiten in dem Boarding zu leben. Ihre Eltern können in der Regel kein Kostgeld bezahlen, sie zahlen mit Naturalien, soweit ihnen das möglich ist. Finanziert wird das Heim über die Patenschaftshilfe aus Deutschland. Wir danken auch für Ihre Unterstützung zur Fertigstellung des Internates und der Schule.

Aus unseren Zentren Balgipeta, Aurangabad und Puna

In den Missionsstationen Balgipeta und Aurangabad können wir für aidskranke Menschen inzwischen auch stationäre Hilfe anbieten.

In Balgipeta leitet eine unserer Ärztinnen dieses inzwischen gut ausgebaute erweiterte Zentrum. Sie leistet dort gute Arbeit. Einen Jeep zum Transport der Kranken konnten wir im Jahre 2007 von unserem Basarerlös anschaffen.

In unserem Sozialzentrum in Aurangabad arbeiten eine Krankenschwester und eine Sozialarbeiterin in Zusammenarbeit mit den Ärzten im Einsatz für am HI-Virus infizierte Patienten. Diese beiden Projekte werden von der Nationalen AIDS-Kontrolle-Organisation unterstützt.

Ein weiteres Zentrum für aidskranke Menschen betreuen wir in den Lohyanagar Slums in Puna. Hier gehen die Schwestern mit ihren Helferinnen zu den Patienten in die Slums und betreuen sie dort vor Ort, versorgen sie mit Medikamenten und Lebensmitteln. Zu den Spenden aus Deutschland geben auch viele Leute in Indien kleinere Spenden für diesen Zweck. Vier unserer Schwestern arbeiten direkt in diesen Projekten.

In den drei Zentren haben wir in diesem Jahr 2009 mehr als 2000 Aidskranke betreut. Es ist erschreckend, dass so viele Kinder und Jugendliche mit dieser Krankheit infiziert sind. Oft sterben die Eltern sehr früh und die Kinder werden Waisen. Es wird viel unternommen, auch von Seiten unserer Schwestern, um die Menschen über diese Krankheit und über Vorbeugungsmaßnahmen zu informieren.

 

Berichte über unsere Arbeit im Jahr 2009:





Liebe Missionsfreunde,

wir Schwestern wissen schon lange, dass viele von Ihnen nicht nur von Ihrem "Überfluss" spenden, sondern von dem, was Sie eigentlich auch selbst für Ihren Lebensunterhalt brauchen. Wir hören, dass auch in Deutschland das Leben teurer geworden ist, dass es dort viele Menschen gibt, die unter dem Existenzminimum leben müssen, selbst viele Kinder.

Umso mehr freut es uns, dass Sie uns trotzdem nicht vergessen und im Stich lassen. Gutes, das wir tun, "zahlt sich immer aus"! Der Same der Liebe, den Sie durch Ihre Hilfe aussäen, wird aufgehen. Dessen bin ich sicher. Und dafür bin ich sehr dankbar. Im Folgenden will ich anhand einiger weniger Beispiele versuchen Ihnen kurz zuberichten, wie wir Menschen, Dank Ihrer Unterstützung, helfen konnten.

Ihre Schwester M. Agnes, Provinzoberin